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Plattentektonik Artikel
Die Plattentektonik ist als grundlegende Theorie der Geologie die weiter entwickelte Kontinentalverschiebungs-Theorie von Alfred Wegener. Durch sie wird versucht, Naturerscheinungen wie Erdbeben, Gebirgsbildung, Vulkanismus, Subduktion (Abtauchen von ozeanischer Lithosphäre) und Spreizung (Auseinanderdriften von Erdplatten) zusammenhängend zu erklären.
Buch-Tipp: Als Deutschland am Äquator lag. Eine Zeitreise durch die letzten 540 Millionen Jahre Eine spannende Reise In dem kleinen, aber feinen Literaturverzeichnis des vorliegenden Buches stellt Volker Arzt Richard Forteys "Leben. eine Biographie" (ebenfalls hier bei Amazon erhältlich) als sein "absolutes Lieblingsbuch" dar. Liest man Arzts Text, wird auch hier spürbar, mit welchem Enthusiasmus und mit welch mitreißender Erzählstärke der... | |
Nach der Theorie der Plattentektonik setzt sich die Erdoberfläche aus zehn großen und mehreren kleinen Lithosphärenplatten zusammen. Die zehn größten sind:
Die Platten behalten nicht stationär ihre Positionen bei, sondern verschieben sich laufend gegeneinander. Sie 'schwimmen' dabei auf der Astenosphäre (plastischer Oberer Mantel). Ihre Geschwindigkeit beträgt in der Regel einige Zentimeter in dem Jahr - das entspricht der Wachstumsgeschwindigkeit eines Fingernagels. Sie können aber auch 10 bis 18 cm pro Jahr wandern, wie man am Auseinanderdriften des Meeresbodens in dem Bereich des ostpazifischen Rückens gemessen hat.
Größere und kleinere Verschiebungsvorgänge entlang der Plattengrenzen äußern sich häufig als Erdbeben (siehe Seismologie) und bringen häufig die verschiedenen Formen des Vulkanismus hervor.
Im Gegensatz zur Theorie der Kontinentalverschiebung steht die Permanenztheorie.
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Plattenverschiebungen in der Erdgeschichte | |
Wir wissen, wie schnell und wohin sich die großen Platten derzeit bewegen und verschiedene Indizien erlauben uns, ihre Wege in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Wegen ihrer Trägheit benötigen sie Dutzende von Jahrmillionen, um zu dem Stillstand zu kommen und noch länger, um ihre Bewegung umzukehren.
Buch-Tipp: Der bewegte Planet. Eine geologische Reise um die Erde Fortey begeistert - weil er selbst begeistert ist! Richard Fortey ist Paläontologe und sein Fachgebiet sind eigentlich Trilobiten, die selbst bei einschlägigen Internetseiten noch fälschlich als "Urkrebse" geführt werden obwohl sie mit denselben wenig zu tun haben.
Das hindert ihn aber nicht daran, seine ganze Begeisterung für das Leben an... |
Verschiebungen in der Vergangenheit |
- Man geht davon aus, dass die Landmasse der Erde vor ungefähr 320 Millionen Jahren in dem Wesentlichen zwei Kontinente umfasste, nämlich Gondwana und Laurasia.
- Vor rund 250 Millionen Jahren waren beide zu dem Riesenkontinent Pangäa zusammengewachsen, der vom Tethysmeer umgeben war.
- Vor etwa 135 Millionen Jahren brach die Kontinentalmasse auseinander. Das Tethysmeer trennte einen Südkontinent ab, der wieder als Gondwana genannt wird. Der Nordkontinent zerfiel in die beiden Teile Nordamerika und Eurasien.
- Bis vor ungefähr 100 Millionen Jahren hat sich der Zerfallsprozess der Kontinente weiter fortgesetzt. Vor allem der große Südkontinent hat sich in Südamerika, Afrika, Indien, Antarktis und Australien aufgespalten. Das Tethysmeer trennte nach wie vor die Nordkontinente von den Südkontinenten.
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Verschiebungen in der Zukunft | |
Alle geologischen Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Platten weiter dynamisch sind. Es lässt sich nicht exakt vorhersagen, wie die Landmassen in 200 Millionen Jahren auf der Erdoberfläche verteilt sein werden. Voraussagen lassen sich anhand einer Extrapolation der aktuellen Bewegungen erstellen:
Buch-Tipp: Dinosaurier Handbuch. Fakten, Funde, Kontroversen. Mit Reiseführer und Lexikon Falsch gelesen? Elefanten sind die größtmöglichen Landtiere unter heutigen Bedingungen. Darum können Sauropoden mit 30 und mehr Metern Länge nicht unter heutigen Bedingungen existiert haben. Also stimmt etwas mit den Dinosauriern nicht. Darum wird in dem Dinosaurier Handbuch diskutiert, ob diese Tiere ein Gärungsfass in dem Inneren besaßen, ähnlich... |
In 40 Millionen Jahren ... | |
wird Afrika weiter Richtung Norden wandern und die Mittelmeerregion komplett umgestalten, denn Sizilien wird nach Norden verschoben und liegt in Küstennähe vor Rom. Spanien dreht sich weiter in dem Uhrzeigersinn von Frankreich weg. Mitteleuropa könnte entlang des Rheins auseinander brechen. Australien wandert weiter Richtung Südostasien. Der Atlantik wird breiter, denn Amerika entfernt sich weiter von Europa und Afrika.
Buch-Tipp: Drei Millionen Dukaten Ein bedeutendes Ereignis mit originellen Ideen als Inhalt Wenn Stover Stoerrebrandt, der reichste Mann Aventuriens, mit Sack und Pack umzieht, geht das verständlicherweise nicht unbemerkt und schon gar nicht ohne Hindernisse von statten. Ein gewaltiger Wagenzug in dem Wert von sage und schreibe 3 Millionen Dukaten zieht von Festum nach Gareth. Und dies... |
In 50 Millionen Jahren ... | |
löst sich ein Teil Kaliforniens entlang der San-Andreas-Verwerfung vom amerikanischen Festland und wandert nach Nordosten. Nordamerika mit Grönland rückt zunächst nach Westen, dreht sich dann in dem Uhrzeigersinn und driftet nach Süden. So gelangt Grönland in die gemäßigte Zone südlich des 60. Breitengrades und wird wirklich grün.
Buch-Tipp: Falsch geheizt ist halb gestorben. Gesundheit und Rat für Millionen Hier kann man etwas fürýs Leben lernen Das Buch wurde in den 70ern zu dem ersten Mal veröffentlicht, der Autor (Jahrgang 32) war damals ungefähr 40 Jahre alt, Heizöl kostete damals 0,07 EUR/Liter. Er beschreibt engagiert, temperamentvoll und für technisch Interessierte anschaulich die Unterschiede zwischen der Heizung von Wohnräumen durch warme Luft... |
In 80 Millionen Jahren ... | |
wird Afrika so weit nach Norden vorgedrungen sein, dass in Folge des Schubs nach und nach an die Stelle des Mittelmeers eine neue Gebirgskette getreten sein wird und damit werden endgültig die letzten Spuren der Antike verschwunden sein. Australien ist in der Zwischenzeit mit Japan kollidiert, Neuseeland hat die Tropen erreicht und die Antarktis steuert auf Australien zu.
Buch-Tipp: Geodynamik und Plattentektonik Eine Einführung in dieses faszinierende Gebiet Ein nicht stets ganz einfach zu lesendes Buch über Geodynamik. Das Autorenkonglomerat hat sich wirklich bemüht eine allgemeinverständliche Einführung auch für Laien zu geben, was ihnen auch bis auf ein Kapitel echt gut gelungen ist. Dr ganze Motor der Plattenbewegung (Konvektionszellen in dem Erdinnern,... |
In 90 Millionen Jahren ... | |
sind Nord- und Südamerika getrennt. Nordamerika verlagert sich südlich an die Seite Südamerikas.
Buch-Tipp: Geomorphogenese und Menschwerdung Überraschende Alternative Endlich mal neue Sichtweisen neben Darwin und Chaostheorie, die ja viele Fragen unbeantwortet lassen. |
In 150 Millionen Jahren ... | |
ist das gesamte Grönland südlich
Peru bei ungefähr 30 Grad südlicher Breite befindet.
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In 200 Millionen Jahren ... | |
hat sich die Antarktis Mexiko so stark angenähert, dass beide am Äquator liegen und die Antarktis wie zuletzt in dem frühen Mesozoikum üppig bewachsen sein wird. Ostafrika kollidiert mit Indien, Madagaskar trifft auf Südostasien. Neufundland befindet sich bereits bei 10 Grad nördlicher Breite und bewegt sich weiter auf den Äquator zu, den Florida auf seinem Weg nach Süden bereits hinter sich gelassen hat. Südamerika hat sich in dem Uhrzeigersinn um 90 Grad gedreht. In den letzten 200 Millionen Jahren haben sich Skandinavien und die Britischen Inseln langsam in südöstliche Richtung bewegt.
Buch-Tipp: Millionen. ein Buch das Werte vermittelt! Mein 11 jähriger Sohn war schwer begeistert! Ein christliches Buch, das aber vor allem für Kinder verständlich ist, die etwas vom Glauben /von Heiligen wissen. |
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Indien wird noch einige Zeit unter dem Himalaya abtauchen und vielleicht völlig unter Tibet verschwinden. Dafür werden in dem Norden die Erhebungen in der Mongolei weiter wachsen und schließlich wird sich eine ausgedehnte Gebirgskette bis zu dem Baikalsee vorschieben.
Große Veränderungen sind vor Australien zu erwarten, das rasch nach Norden driftet und sich wahrscheinlich unter die Sunda-Inseln schieben wird. Diese wachsen dann zu einer neuen Gebirgskette empor, die auf die Australische Platte aufgleitet.
In der Seenplatte in dem ostafrikanischen Rift Valley wird ein neuer Ozean entstehen, der sich mit dem Roten Meer vereint. Gleichzeitig wird sich eine neue kontinentale Platte von Afrika abspalten und nach Osten davondriften. Das Rift Valley wird dann einen neuen mittelozeanischen Rücken beherbergen.
Der Atlantik wird sich zusätzlich öffnen entlang des mittelozeanischen Rückens. In dem Gegenzug wird sich der Pazifik sukzessive verkleinern und in ferner Zukunft vollständig verschwinden. Der Pazifik ist ein Überbleibsel von Panthalassa, der Ozean, der Pangäa einst umgab. Der mittelozeanische Rücken des Nordpazifiks wurde unter Nordamerika subduziert, vor Südamerika steht dieser Prozess kurz bevor. Es ist davon auszugehen, dass dies sich fortsetzen wird.
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Ursache der Plattentektonik | |
Unter Geophysikern wird z.Z. noch kontrovers diskutiert, welche Vorgänge in dem Erdinneren die Bewegung der Platten auslösen und vorantreiben.
- Die am häufigsten vertretene Meinung geht von Konvektionsströmen aus, die sich aufgrund des Wärmeaustauschs zwischen dem heißen Erdmantel und der kühleren Erdkruste bilden. Die Energie für die Aufheizung des Magmas in dem Erdinneren liefern offenbar radioaktive Zerfallsprozesse. In Folge dieser Konvektionsströme wird bei aufsteigendem Magma die Erdkruste gedehnt und reißt auf, wie das Beispiel der mittelozeanischen Rücken zeigt. Das ständig nachströmende und erkaltende Magma schiebt hier die ozeanische Kruste auseinander, was zu einem Druck auf die Ränder der Kontinente und damit zu deren Verschiebung führt. Bei konvektionsbedingt absinkendem Magma senkt sich auch die Erdkruste ab, wie man am Beispiel der Subduktionszone des Pazifischen Feuerrings mit den angrenzenden Tiefseegräben sehen kann.
siehe auch: Unterströmungstheorie
Eine Schwäche dieser Theorie ist, dass die dreidimensionale Vorstellung eines Konvektionsstroms nicht selten den tatsächlich beobachtbaren Plattenbewegungen widerspricht.
- Es existiert auch die Theorie, dass eine Platte ein an die Oberfläche getretener, abgekühlter Konvektionsstrom ist.
- Eine andere von Geowissenschaftlern vertretene Lehrmeinung geht davon aus, dass an den mittelozeanischen Rücken heißes Magma nach außen dringt und dort seine schiebenden Wirkung entfaltet, nicht aber durch Konvektion an anderer Stelle wieder abtaucht, sondern die schweren Plattenenden gravitationsbedingt nach unten sinken.
- Die Grundlage einer weiteren Theorie bilden die Manteldiapire . Ein Manteldiapir soll nach dieser Theorie nicht ca. die Hot-Spots erzeugen, sondern auch eine seitliche Strömung erzeugen, die die Kontinentalplatten mitziehen.
- Schließlich gibt es noch die Expansionshypothese, die nicht ausschließt, dass sich der Erdradius in dem Laufe der Erdgeschichte vergrößert, wodurch sich die Existenz der Spreizungszonen und das Auseinanderbrechen der Kontinentalblöcke erklären ließe.
Gegen diese spricht zu dem einen das Fehlen eines konkreten Belegs für die Zunahme des Radius, zu dem anderen widersprechen diesem Modell die Erkenntnisse über Gebirgsbildungsprozesse.
- Zu erwähnen bleibt noch die aus der Mode gekommene Kontraktionshypothese, die von einer Schrumpfung der Erde in Folge ihrer Abkühlung ausgeht. Einige Wissenschaftler bevorzugen die Pulsationstheorie, indem sie abwechselnde Phasen von Expansion und Kontraktion annehmen. Auch dafür gibt es offensichtlich keine stichhaltigen Beweise.
Buch-Tipp: Plattentektonik. Kontinentverschiebung und Gebirgsbildung Unterhaltung, Wissen, Kurzweil, Bildung - alles auf einmal! Dieses Buch hat ganz klar seine 5 Sterne mehr als verdient! Hier findet man alles in einem gesammelten Werk was sicherlich voellig zu unrecht in die Ecke "Fachbuch" gestellt wird! Hier ist fuer jeden etwas drin, sei es den angehenden Geologen, der sich erstmal durch die Grundlagen der "Geologie"... |
Geschichte der Theorie der Plattentektonik | |
Der flämische Kartograf Ortelius machte in dem Jahre 1596 die weitreichende Aussage, Amerika sei durch Erdbeben und Flut fortgerissen von Europa und Asien. Die Spuren des Bruches treten zutage, wenn sich jemand die Küsten dieser drei Erdteile, wo sie sich gegenüber liegen, auf einer Weltkarte ansieht und die herausragenden Formen Europas ebenso wie auch die Afrikas mit den Ausbuchtungen Amerikas genauer betrachten würde.
Die Konformität der Küstenlinien insbesondere von Afrika und Peru, wie Südamerika in dem 17. Jahrhundert mitunter genannt wurde, fiel auch Bacon (1620) auf. Er erwähnte sie als eine unter vielen anderen konformen Erscheinungen der Natur, wobei er aber gerade diese unter den vielen nicht als Zufall betrachten wollte.
Im Jahre 1858 ging Snider-Pellegrini einen Schritt weiter, als er die erste Karte veröffentlichte, auf der die Alte und die Neue Welt ohne trennenden Ozean zu sehen waren. Er mutmaßte, dass es die biblische Sintflut gewesen sei, welche die Kontinente voneinander getrennt habe.
Der österreichische Geologe Suess vertrat in seiner Buchreihe über das Antlitz der Erde zwar zusätzlich die Landbrücken-Theorie, aber er konnte die Existenz eines früheren nördlichen und südlichen Großkontinentes belegen. Insbesondere die Verbreitung der so genannten Glossopteris-Flora spielt hierbei eine herausragende Rolle. Der erstmals als Gondwána genannte südliche Kontinent umfasst in Suess' Werk zwar wechselnde Landgebiete, bei seiner letzten Beschreibung sind in diesem Großkontinent alle Kontinente der südlichen Hemisphäre einschließlich Indien zusammengefasst.
Als Vorläufer der Plattentektonik gilt die Theorie der Kontinentaldrift, die Alfred Wegener (1880-1930) entwickelt hatte: In seinem 1915 veröffentlichten Buch Die Entstehung der Kontinente und Ozeane folgerte er aus der genauen Passung der Küstenlinien von Südamerika und Afrika, diese könnten Splitter eines ehemals größeren Kontinents gewesen sein, der in der erdgeschichtlichen Vergangenheit auseinandergebrochen war. Die Passung ist noch perfekter, wenn man nicht die Küstenlinien, sondern die Schelfränder, also die unter Wasser liegenden Teile eines Kontinents betrachtet. Daneben sammelte Wegener weitere Argumente:
- Faltengürtel aus Südamerika lassen sich in Afrika mit sehr ähnlichen Gesteinsabfolgen und Deformationsmustern verfolgen.
- Es gab noch weitere geologische Vergleichbarkeiten wie zu dem Beispiel Diamantlagerstätten in Südamerika und Westafrika.
- übereinstimmende fossile und heutige Flora und Fauna beiderseits des Atlantiks:
- Auf den Südkontinenten war ein offenbar kälteliebender Farn mit zungenförmigen Blättern (Glossopteris-Flora) weit verbreitet.
- Das Fossil Mesosaurus, ein in dem Süßwasser lebendes Reptil, konnte sowohl in Afrika als auch in Südamerika nachgewiesen werden. Dieses Tier hätte niemals einen so weiten Ozean wie den Atlantik überqueren können.
- Die Seekuh Manatus, vorkommend in Westafrika sowie in Mittel- und Südamerika.
Anhand von Kontinent- bzw. Schelfgrenzen, Kontinuität von Scherzonen und Faltengürteln sowie der erdgeschichtlichen Verbreitung von Landtieren und -pflanzen konstruierte Wegener einen Superkontinent, den er Pangäa nannte.
Nach Wegeners Theorie sollten die leichteren Kontinente (das so genannte SiAl - Silizium-Aluminium, entsprechend leichte Gesteine der Kontinente) auf dem schwereren Untergrund des oberen Mantels (das so genannte SiMa - Silizium-Magnesium, schwerere Gesteine des Mantels) "schwimmen", etwa wie Flöße auf einer Wasseroberfläche. Als möglichen Antrieb der Bewegung nannte Wegener die Polflucht, das heißt, die Fliehkraft der Erdrotation sollte die Kontinentalmassen langsam alle in Richtung auf den Äquator zu konzentrieren. Selbst Wegener war klar, dass letztlich diese Kräfte nicht ausreichten, um die Bewegung der Kontinente zu erklären, einen anderen Antrieb aber konnte er damals nicht erkennen.
Anfangs wurde Wegeners Theorie der Kontinentaldrift vor allem wegen der Unvorstellbarkeit einer Kraft zur Bewegung der riesigen Kontinente auf breiter Basis von seinen Kollegen abgelehnt. Sie fand erst in den 1960ern Akzeptanz, da beispielsweise die neue Technik der Satellitenaufnahmen einen direkten Nachweis der Kontinentaldrift (gerichtete Plattenverschiebung) ermöglichte und deutlich wurde, dass konvektive Massenbewegungen in dem Erdinneren den Antrieb für die zu beobachtende Kontinentalverschiebung sind. Diese Entwicklung stellte in der Geologie einen wichtigen Paradigmenwechsel dar, in stärkerem Maße auch die bisher unzugänglichen Ursachen der beobachteten Vorgänge zu hinterfragen.
Buch-Tipp: Spuren im Sand. Ein Gedicht, das Millionen bewegt, und seine Geschichte leicht zu lesende empfehlenswerte Lektüre Das bekannte Gedicht - hier wird es nicht ca. rezitiert, sondern mit der persönlichen Lebensgeschichte der Autorin verknüpft bzw. der Bedeutung, die dieses Gedicht in ihrem Leben hat. Eine spannende Geschichte, voller Höhen und voller Tiefen; insbesondere aber mit der Erfahrung, ständig in der Begleitung... |
Ungeklärte Phänomene der Plattentektonik | |
Auf der Afrikanischen Platte ist keine Subduktionszone zu finden. Nach heutigen Erkenntnissen der Plattentektonik müsste eine Kompression der Afrikanischen Platte vorliegen, Gebirgsbildung wäre eine Folge. In dem Widerspruch dazu kommt es in den ost- und zentralafrikanischen Grabenzone zu Dehnungsprozessen und damit verbundenem Auseinanderweichen der Erdkruste und Vulkanismus.
Buch-Tipp: Zehn Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich. sehr amüsant ! Erika Manns Buch über die allumfassende Erziehung in dem 3. Reich ist sehr unterhaltsam zu lesen; einer der großen Vorteile dieses Bändchens. Sie erzählt in sehr subjektiver Form, zitiert aus zahlreichen Quellen der damaligen Zeit - und versteht es natürlich den Leser über diese knapp 200 Seiten zu fesseln. Vor allem muß man beachten,... |
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